4. SharePoint Forum der Stuttgarter Hochschule der Medien - mein Besuchsbericht

Blog KOMPAKT     05.12.2016

Ich nehme es vorweg: Die Teilnahme hat sich für mich absolut gelohnt! Im Rahmen der IT & Business Fachmesse veranstaltete die Hochschule der Medien die vierte Ausgabe des zweitägigen SharePoint Forums. Mit 150 Teilnehmern aus dem deutschsprachigen Raum wieder in etwa so groß wie bei meiner ersten Teilnahme vor zwei Jahren.

Die primäre Zielgruppe des Events sind Unternehmen, die bereits SharePoint einsetzen oder aber noch überlegen, ob sie es einsetzen werden. Ich treffe auf IT-Leiter und -Mitarbeiter, aber auch Vertreter aus der Kommunikations- oder Personal-Abteilung. Vor allem sind es Menschen, die Lösungen für die digitale Transformation suchen und verstehen wollen, was sie ihrer Belegschaft anbieten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, aus technologischer oder aus organisatorischer Sicht. Eine Hand voll Dienstleister sind mit einem kleinen Stand vertreten, halten sich aber angenehm dezent im Hintergrund. 

Es sind Themen wie Veränderungen in der digitalen Arbeitswelt, Cloud Trends sowie die Zukunft von SharePoint, die mich fesseln, aber auch das aktuelle Stimmungsbild aus der Wirtschaft, das von den Teilnehmern dieser Veranstaltung anhand von eigenen Vorträgen oder persönlichen Gesprächen gezeichnet wird. Ein perfekter Mix aus aktuellen Markttrends, technischen Neuerungen und der Stimme des Anwenders.
 
SharePoint Anwenderstudie 2016
Prof. Dr. Riemke-Gurzki von der Hochschule der Medien, selbsternannter Intranet-Papst, stellte einen Teil der Ergebnisse aus der neusten SharePoint Anwenderstudie vor. Sie basiert auf einer ausführlichen Befragung von über 300 Unternehmen im deutschsprachigen Raum und bietet eine wertvolle Faktenbasis zu allen Fragen rund um SharePoint als Geschäftsplattform.

SharePoint wird laut dieser Studie bei zwei Dritteln aller Unternehmen ausschließlich On-Premise betrieben und 53% wollen, Stand heute, immer noch nicht in die Cloud investieren. Demnach dürfte es mit dem Ausrollen von SharePoint 2016 und der Ankündigung von Microsoft, weiterhin On-Premise Versionen auszubringen, nun mehr Planungssicherheit geben. In diesen Tagen steht zudem das Feature Pack 1 für SharePoint 2016 zur Verfügung.

Die Inhalte aus den Anwendervorträgen und persönlichen Gespräche bestätigen mir die durch die Studie ermittelten Aussagen. SharePoint bietet zurecht viel Potential für Einsparungen. Erfolgreiche Beispiele gibt es zuhauf. In den Bereichen Collaboration und Business Prozessen ist SharePoint konkurrenzlos.
     
 

Quelle: SharePoint Anwenderstudie 2016, Hochschule der Medien Stuttgart

Die Nutzerakzeptanz ist jedoch immer noch ausbaufähig und viele Projekte scheitern. Auch bei Social Intranets nutzen viele Anwender das Angebot nicht. Und Wissensmanagement wird noch nicht nachhaltig betrieben und gemessen.

Entscheidend ist, wie Unternehmen SharePoint einführen, Prozesse integrieren und Anwendungen ausrollen. Viele Berater verlegen sich zu sehr auf die rein technologische Schiene. Die Mitarbeiter werden häufig vergessen. Viel wichtiger als die Technologie ist die Veränderung der Kultur zur Nutzung von Intranets und Collaboration-Plattformen bei der Belegschaft. Dies bestätigt mich in meiner Vorgehensweise, frühzeitig Key-User in Strategien und Konzepte einzubinden. Eine SharePoint-Einführung ist kein IT-Projekt. Es handelt sich um einen Change, der vom Management mitgetragen werden muss. Es ist ein Erfolgsrezept, bei einer SharePoint Einführung mit einfachen Use Cases zu starten und die Anwender Schritt für Schritt ins Boot zu holen und vor allem deren Feedback nicht zu ignorieren.

 
Quelle: SharePoint Anwenderstudie 2016, Hochschule der Medien Stuttgart 
 
SharePoint und die Cloud
35% der befragten Unternehmen setzen bereits SharePoint Online oder hybride Szenarien ein. Die Anwenderstudie besagt, dass Unternehmen bislang eher unkritische Funktionalitäten in der Cloud abbilden und bei Business Prozessen eher noch Zurückhaltung herrscht. Auch das deckt sich mit meinen Erfahrungen aus Beratungsgesprächen.

Argumente für eine Cloud-Nutzung sind aber auch, dass, wie z.B. in Office365, immer mehr exklusive Funktionalität angeboten wird. Also Features, die On-Premise nicht zur Verfügung stehen. Die Prognose geht sogar dahin, dass es zukünftig immer mehr z.T. hoch-wissenschaftliche Cloud-APIs geben wird, die es sinnlos machen, On-Premise nachgebaut zu werden.
 
Unternehmen dürfen den Zug nicht verpassen und müssen sich rechtzeitig und permanent mit den Veränderungen auseinandersetzen, um nicht unter Zugzwang zu geraten. Sie sollten im Driver’s Seat sitzen und selbst entscheiden können, mit was sie wann in die Cloud gehen wollen.
Diejenigen, die bisher zurecht Vorbehalte hatten, dass ihre Daten nicht in Deutschland gespeichert werden, sollten die Situation jetzt neu bewerten. Denn seit 21. September ist die deutsche Microsoft Cloud live. Seit dem werden die Azure Dienste aus den Rechenzentren in Frankfurt/Main und Magdeburg bereitgestellt. Ab März 2017 soll dies auch für Office 365 gelten. 
 
Ich war erstaunt, als ich festgestellt habe, wie umfangreich das Angebot an Apps innerhalb von Office365 mittlerweile ist. Neben den klassischen Office-Anwendungen, SharePoint, Yammer oder OneDrive und Skype For Business finden Sie nun im App Launcher Kacheln für Groups, Planner, PowerApps oder Flow, um nur einige zu nennen. Groups und Planner bieten im Zusammenspiel Funktionen für das Zusammenarbeiten in Gruppen. Geboten werden u.a. ein Posteingang für die Gruppenkommunikation per E-Mail, ein Kalender zur Planung von Meetings und Veranstaltungen, eine Bibliothek zum Speichern und Bearbeiten von Ordnern und Dateien der Gruppe, ein OneNote Dokument zum Festhalten von Notizen zum Projekt sowie ein Planungs-Tool zur Organisation und Zuweisung von Aufgaben, mit Abruf des Projektfortschritts. Dabei sind die Gruppen dann auch in andere Anwendungen wie Outlook oder Dynamics CRM integriert. Eine klassische SharePoint Site ist für solche Zwecke gar nicht mehr zwingend erforderlich.
Mit Flow hingegen lassen sich auf einfache Art und Weise Prozesse über Workflows automatisieren, wobei es eine Vielzahl an Konnektoren für Datenquellen und Anwendungen gibt. So lassen sich z.B. E-Mails automatisch in Yammer-Gruppen speichern oder freigegebene Dokumente aus einer SharePoint Bibliothek automatisch mit OneDrive synchronisieren. 
Es fällt auf, dass man SharePoint in Office 365 nicht als isolierte Anwendung verstehen darf. In der wachsenden Anzahl der Apps spielen SharePoint Features eine zentrale Rolle. SharePoint wird dort sozusagen als Backend-System eingesetzt. 
 
Social Intranets und Digitale Transformation
Delve und der zugrundeliegende Microsoft Graph spielen für mich eine wichtige Rolle für Social Intranet Funktionalitäten. Mittels ‚Machine Learning‘ erkennt das System, auf welche Daten und Verknüpfungen ein Mitarbeiter häufig zugreift. Delve analysiert diese Zugriffe. So wird gefolgert, welche Informationen für den Einzelnen interessant sein könnten. Es verwendet dafür die Daten aus den verschiedenen Online-Diensten von Office 365 wie Exchange, SharePoint und OneDrive. Im Ergebnis liefert das System genau auf den jeweiligen Mitarbeiter zugeschnittene Informationen. Dazu gehören auch Daten, nach denen er noch gar nicht selbst gesucht hat – die für ihn aber interessant sein könnten.
Die Daten aus Microsoft Graph können also somit für eigene SharePoint Anwendungen wie Intranet Sites verwendet werden. So kann ein Intranet Portal exakt die Inhalte für einen Anwender anbieten, die er in seinen jeweiligen Rollen benötigt. Und die Suchergebnisse werden gleichermaßen nach Relevanz gewichtet. Auch die Verknüpfung von „gleichgesinnten Mitarbeitern“ wird so unterstützt.  
 
 

Quelle: SharePoint Anwenderstudie 2016, Hochschule der Medien Stuttgart


Der tägliche Informationsüberfluss ist lt. verschiedenen Branchenstudien für 25 % unproduktive Arbeitszeit verantwortlich.  Die Arbeitswelt und das Kommunikationsverhalten verändern sich stetig. Einfache Vernetzung und digitale Dialoge über Team- und Abteilungsgrenzen hinaus beschleunigen die Verbreitung von Wissen im Unternehmen.  Mitarbeiter arbeiten heute mit doppelt so vielen Teams zusammen wie noch vor fünf Jahren. Und die Anzahl der Menschen, die von unterwegs arbeiten hat sich vervierfacht. Hier sehe ich es als Pflicht, dass sich die Unternehmen damit auseinandersetzen, welche Tools und Plattformen sie ihren Mitarbeitern an die Hand geben können, um z.B. offene Teamdiskussionen in Yammer-Gruppen zu fördern. Referenten von Carl-Zeiss, Paul Hartmann und der Bremer Landesbank haben während der Veranstaltung gezeigt, dass sie diese Herausforderung bereits erfolgreich angegangen sind, in dem sie ihren Mitarbeitern eine Social Intranet Plattform mit SharePoint und Yammer anbieten. Yammer wird übrigens verstärkt in SharePoint Online und Groups integriert werden. Und die SharePoint App gibt es nun nicht mehr nur für iOS, sondern auch für Android und sogar Windows Phone!

So toll die neuen Apps und Features auch klingen, mich haben sie auch ein Stück weit verwirrt. Bislang hatte ich für die Lösungsansätze bei Social Intranet Plattformen auf Basis SharePoint und Office 365 ein recht klares Bild. Nun bieten sich eine ganze Reihe neuer Lösungsoptionen, die erst noch geprüft und bewertet werden müssen. 

Für Unternehmen wird die kommende Herausforderung sein, ihre internen Ressourcen mit Cloud-only Services in Form von hybriden Szenarien sinnvoll zu verknüpfen.
 
Zukunftsaussichten –konversationsorientierte Zusammenarbeit und Chatbots
Nach den intensiven zwei Tagen hatte ich das Gefühl, dass Zusammenarbeit und Kommunikation im Netzwerk schon wieder längst überholt sind. Die Nutzung von Social Networks wird sich immer weiter in Richtung von Messengern verlagern. Die konversationsorientierte Zusammenarbeit ist in Mode. Dabei spielen Chatbots wie Slack, Cisco Sparks oder Atlassian HipChat eine zentrale Rolle. Slack ist mit fast drei Millionen täglich aktiven Usern die Nummer eins. In Gesprächen mit den Teilnehmern wird gemunkelt, dass „Microsoft Skype Teams“ dazu in den Wettbewerb gehen soll oder aber Slack evtl. von Microsoft gekauft werden könnte. 


 
Chatbots sind Services, die Aufgrund von Regelwerken und künstlicher Intelligenz, Dialoge über ein Chat-Interface führen. Die niederländische Fluggesellschaft KLM bietet ihren Fluggästen die Möglichkeit einen Sitzplatz über Messenger zu buchen und Information zu Delays zu erhalten. 

Vorstellbar sind weitere Szenarien: Im Support, z.B. bei Service Desks nehmen Chatbots direkte Kundenanfragen an. Zu ihrer Fragestellung wird umgehend nach passenden Antworten in der Datenbank recherchiert. Und ferner in die Zukunft geblickt wird kein Text mehr geschrieben, sondern in das mobile Device gesprochen. Siri und Cortana lassen grüßen. Somit könnten sich die menschlichen Support-Mitarbeiter auf die anspruchsvolleren Anfragen konzentrieren und qualitativ höhere Services bieten. 

Vorstellbar auch, dass Microsoft Graph feststellt, dass man einen Flug nach Berlin gebucht hat und anschließend gefragt wird, ob Sie dort auch ein Hotel buchen möchten. Messenger könnten also zukünftig in vielen Bereichen heutige Apps ersetzen.
Zu SharePoint kann ein Chatbot wie Slack eine sinnvolle Ergänzung sein. Jedes Tool hat dabei seine Stärken für eine bestimmte Art und Kommunikation und Zusammenarbeit. Geht es bei SharePoint eher um dokumentzentrierte Form der Zusammenarbeit für Teams und Organisationen, könnte man Slack eher für das agile Arbeiten in Echtzeit innerhalb von Teams nutzen. 

Am Ende des Events habe ich mich noch von Microsofts Holo Lense inspirieren lassen, an der das produzierende Gewerbe großes Interesse hat und auch für den Mittelstand finanzierbar ist. Es gibt bereits eine Vielzahl beeindruckender Einsatzmöglichkeiten. Doch dazu mehr in einem anderen Beitrag.

Marco von Schmuda ist gelernter Software Entwickler. 2004 führte er mit seinem Team bei Microsoft Deutschland deren erstes Intranet auf Basis SharePoint 2003 ein. Heute ist er bei der COC AG für das Thema Enterprise Information Management Solutions verantwortlich. Er berät Unternehmen dabei, wie sie aus SharePoint den größtmöglichen Nutzen ziehen können.


PowerPoint Tipp: Die Pipette für den Farbabgleich

Blog KOMPAKT     30.11.2016

Die Welt ist bunt. Es gibt so viele schöne Farben auf meinem Bildschirm und ich möchte genau eine ganz bestimmte Farbe für mein gezeichnetes Rechteck in PowerPoint verwenden. Aber wie?

Mit der Pipette in PowerPoint (ab Version 2013) kein Problem mehr. So einfach lassen sich die Farben, die Sie auf Ihrem Bildschirm sehen, auf eine gezeichnete Form in Ihrer PowerPoint-Präsentation übertragen:


Zentrale Steuerung des Vorlagenmanagements über 3 Kontinente hinweg

Blog KOMPAKT     09.09.2016

Das Kundenunternehmen mit Stammsitz in Deutschland ist einer der führenden internationalen Spezialisten für Finanzierungslösungen und Dienstleistungen, insbesondere in der Immobilienwirtschaft. Zur unternehmensweiten Steuerung Ihres Vorlagenmanagements hat sich das Unternehmen für das Vorlagenmanagement-System DOCUNIZE™ entschieden.

Die Aufgabenstellung
Ca. 1200 User von 21 Standorten auf 3 Kontinenten sollen auf die mehr als 1150 Vorlagen zugreifen können. Insgesamt liegen die Vorlagen in 6 Sprachen vor. Änderungen an den Vorlagen sollen zentral und sofort für alle Standorte verfügbar sein. Anforderungskriterien an das neue Vorlagenmanagement sind Revisionssicherheit, Zuverlässigkeit und Anwenderfreundlichkeit.
Eine weitere Vorgabe war die Einbindung des Vorlagenmanagement-Systems in das Dokumentenmanagement-System Doxis4.

Die Ausgangssituation
Die Vorlagen beim Kunden stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – aus der Kreditabteilung, der Unternehmenskommunikation, der Organisation, aus Information & Technologie sowie aus dem Bereich Human Resources.
Für die Erstellung der Vorlagen waren die Autoren aus den einzelnen Fachbereichen – unterstützt durch das Vorlagenteam - zuständig. Die Freigabe erfolgte durch die Führungskräfte bzw. Abteilungsleiter. Organisatorisch wurden die Vorlagen jeweils als Dateianhang an das Vorlagenteam versendet. Das Vorlagenteam kümmerte sich um die Qualitätssicherung und technische Bereitstellung. Zur Administration wurde ein hauseigenes Tool auf Basis einer Access-Datenbank eingesetzt.

Integration von Vorlagenmanagement und Dokumentenmanagement
Um die Anforderung zur Unterstützung von Barcodes umzusetzen, erfolgte eine Anbindung an das beim Kunden eingesetzte DMS Doxis4 des Enterprise Management-Spezialisten SER. DOCUNIZE™ und Doxis4 sind über ein Web/HTTP API angebunden. Hierbei werden von Doxis4 Daten im XML-Format geliefert, von DOCUNIZE™ zusammen mit der Vorlage generiert und wieder an Doxis4 zurückgeliefert. Vorlagen werden in Doxis4 mit Vorgängen verknüpft. Der Anwender erfasst die Stammdaten zu diesem Vorgang und erstellt auf Basis dieser Daten diverse Dokumente. Die Generierung erfolgt durch DOCUNIZE™, die Ablage der Dokumente erfolgt in Doxis4.
Für die Zukunft ist auch noch eine Anbindung von DOCUNIZE an SAP geplant.

 

 


Datenversorgungsprozess (DVP)

Blog KOMPAKT     07.09.2016

Datenversorgungsprozess (DVP) für den digitalen Show Room eines renommierten Automobilherstellers

Mit seinem digitalen Show Room Projekt überträgt ein namhafter Automobilbauer den automobilen Vertrieb konsequent in die digitale Welt . Hierzu betreibt das Unternehmen in  sechs  großen Metropolen der Welt besondere Verkaufs- und Kundenkontaktstandorte.

In  diesen Erlebnis Show Rooms können sich Besucher unter Einsatz modernster Multimedia- und Informationstechnologie die aktuellen Fahrzeugmodelle  nach Wunsch individuell konfigurieren und naturgetreu auf Powerwalls oder über Virtual Reality Brillen darstellen lassen
Um das Kundenerlebnis möglichst optimal und reibungslos zu gestalten, setzt der Automobilhersteller nicht nur bei der Technologie in den Show Rooms, sondern auch bei der Technologie hinter den Kulissen auf innovative Lösungen. Ein entscheidender Aspekt ist die Verwaltung und Steuerung der sich laufend ändernden digitalen Inhalte die in den Show Rooms präsentiert werden, aber auch die kontrollierte Ausbringung von relevanten Software- und Firmware-Updates die für den problemlosen Betrieb der IT-Systeme vor Ort benötigt werden

Dazu wurde ein Projekt  mit der Anforderung,  den Prozess zur Datenversorgung der  in den  Show Rooms eingesetzten Module unter Zuhilfenahme eines softwaregestützten Tool-Sets zu optimieren und zu zentralisieren, ins Leben gerufen. Ziel sollte die zuverlässige, automatisierte Implementierung von Inhalten in Entwicklungs-, Test- und Produktivumgebungen innerhalb des Show Rooms sein.

In enger Zusammenarbeit mit Microsoft Deutschland entwickelte die COC AG ein Proof of Concept (POC) und erhielt den Zuschlag zur Umsetzung. Die im POC gemeinsam mit allen beteiligten Stakeholdern (Entwickler/ Lieferanten, Config- & Release Manager, Betrieb und Lab Verantwortliche) definierten Anforderungen, werden allesamt durch Einsatz von Microsoft Technologie erfüllt.

So erfolgt nun der gesamte Prozess der Datenversorgung, von der Anlieferung der digitalen Inhalte und Inhaltsteile, über die Versionierung und das Deployment bis hin zu Statusreportings und dem Monitoring mit modernen Microsoft Lösungen. Zentrale Plattformen bei der Umsetzung sind dabei Microsoft Visual Studio – Team Foundation Server (TFS) und Microsoft System Center Configuration Manager 2012 (SCCM 2012). Als Basis für den Betrieb dienen die Microsoft System Services auf Microsoft Azure. Mit der Entscheidung für eine Cloud-basierte Lösung wurden von Projektstart an die Weichen gestellt, um zum einen die für den Automobilhersteller sehr wichtigen Punkte Datensicherheit und Integrität vollumfänglich zu adressieren, gleichzeitig aber auch eine möglichst hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit der Systeme zu gewährleisten.

Der Projektleiter beim Automobilhersteller äußert sich sehr lobend über die Durchführung und das erzielte Ergebnis: „Die COC AG und Microsoft Deutschland überzeugten uns mit einem umfassenden Paket aus langjähriger Erfahrung im Bereich IT-gestützten, industriellen Supply Chain Managements und einem leistungsfähigen Lösungsportfolio, das ideal aufeinander abgestimmt ist. Unser Hautaugenmerk lag von Beginn an auf einer möglichst umfangreichen Funktionalität der Lösung und einem leistungsfähigen Backend. Beide Punkte werden im bisherigen Projektverlauf zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt und ich bin mir sicher, auch das Ergebnis wird vollends überzeugen. Nach Abschluss des Projekts werden wir über eine hochskalierbare Lösung verfügen, die uns dauerhaft Zukunftssicherheit garantiert und uns die Vorbereitung auf weitere benötigte Cloud-Dienste, die wachsende Projektanforderungen mit sich bringen, immens erleichtern wird.“

Thaddäus Hinterberger, verantwortlicher Projektleiter bei der COC AG: „Wir freuen uns sehr, Teil eines solch zukunftsweisenden Projekts zu sein. Unser Auftraggeber zählt zu den automobilen Pionieren im Bereich Digital Retail und das aktuelle Projekt ist erst der Anfang. Neben den Flag Ship Stores, die aktuell überall auf der Welt entstehen, werden mittelfristig einem größeren Kreis an Händlern sogenannte Handelsmodule zur Verfügung gestellt. Das Projekt bietet also noch genügend Wachstumspotenzial und ich bin stolz, dass wir als maßgeblicher Lieferant verschiedener IT Services das Projekt begleiten dürfen.“

 

 


Website Users Webpart

Blog KOMPAKT     23.11.2015

Website Users Webpart

In einem zurückliegenden Projekt war eine der Anforderungen die aktuell berechtigten Personen auf einer Website anzuzeigen. Im Sinne einer schnellen und einfachen Lösungsfindung fiel die Wahl auf das Site Users Webpart. Dieses zeigt – je nach Konfiguration – Gruppen oder Personen an, die auf der jeweiligen Website Berechtigt sind. Besonderer Vorteil: Wählt man die Option „Personen und Gruppen mit direkten Berechtigungen“ auf die Website, werden auch Personen angezeigt, die losgelöste Berechtigungen z.B. direkt auf Listenelemente haben. Dadurch bekommt man eine schöne und einfache Übersicht welche Personen auf der jeweiligen Seite berechtigt sind, ohne dass man über die Site Actions in das passende Untermenü wechseln muss.

Schöne SharePoint Welt
Bis zu dieser Stelle war alles in bester Ordnung. Wir haben ein Website-Template erzeugt und dieses entsprechend für das erstellen von Sub-Websites verwendet. Bei weiteren „Real-World-Tests“ stellte sich nun leider heraus, dass die Berechtigungen von Personen zwar richtig dargestellt werden, wenn neue Personen hinzugefügt werden, nicht aber aktualisiert werden, wenn Berechtigungen entfernt wurden.

 
Wie jetzt?!
Nach einiger Recherche-Arbeit stellt sich heraus, dass die SharePoint interne User Information List nicht aktualisiert wird. Das Webpart „Site Users“ greift direkt auf diese Liste zu. Schnell war klar, dass letztlich diese Liste aktualisiert werden muss. Die Frage war nur, wie erreicht man das?
Szenario
Im vorliegenden Fall ging es darum, Berechtigungen innerhalb einer Website anzuzeigen. Die expliziten Berechtigungen konnten nur in einer bestimmten Dokumentenbibliothek vergeben werden (Das Beispiel kann aber ohne Probleme auf andere Szenarien übertragen werden). Das Hinzufügen von neuen Personen hat – wie bereits erwähnt – problemlos funktioniert. Wurden die Berechtigungen aber entfernt, wurde die interne User Information List nicht weiter aktualisiert. Zwar hatten die Betreffenden Benutzer keine Rechte mehr die Website bzw. die entsprechenden Listenelemente aufzurufen, sie wurden aber dennoch als Berechtigt angezeigt.

Lösung:

Erste Idee war das Problem mit einem Event Receiver zu lösen – guter Versuch – es gibt leider kein Event welches eine „Rechte Änderung“ trackt. Nächste Überlegung: ein JavaScript Event an die Formular-Action hängen. Auch nicht Ideal da die User Information List nicht über das Client OM bearbeitet werden kann (Administrationsberechtigungen notwendig). Das REST Interface fällt mit dieser Erkenntnis ebenfalls aus. Somit bleibt nur noch C# Code.
Schlussendlich bin ich bei einer Lösung gelandet die eher ein Workaround ist. Ich habe einen TimerJob erstellt, der in regelmäßigen Abständen die Inhalte überprüft ob die Website Benutzer noch mit den Berechtigungen übereinstimmen.

Um Benutzer Berechtigungen zu Tracken habe ich eine einfache Klasse Erstellt:
class UserPermission
    {
        public int userId { get; set; }
        public string loginName { get; set; }
        public List<int> itemsWithPermission { get; set; }

        public UserPermission()
        {
            itemsWithPermission = new List<int>();
        }
      
    }

Zunächst müssen alle User für das aktuelle Web abgerufen werden:
SPUserCollection col = web.Users;
List<UserPermission> UserIds = new List<UserPermission>();

In meinem Fall wurden anschließend die Personen aus bestimmten Gruppen ausgefiltert, es waren nur Personen gesucht die über direkte Berechtigungen verfügten:
foreach (SPUser user in col)
{
if (web.Groups.GetByName(<groupName>).Users.GetByID(user.ID) == null)
{
       UserPermission userC = new UserPermission();
       userC.loginName = user.LoginName;
       userC.userId = user.ID;
       UserIds.Add(userC);
}
  
  }
Im Projekt gab es nur eine Liste die gesonderte Berechtigungen enthalten kann. Daher wird diese geholt und nun die Elemente geprüft. Es wird über alle Elemente mit expliziten Berechtigungen iteriert. Diese werden wiederum mit den bekannten User verglichen – somit wird sichergestellt, dass keine Benutzer entfernt werden die noch über Berechtigungen verfügen. In der UserPermissions-Klasse gibt es eine Eigenschaft „itemsWithPermissions“ hier werden sämtliche Elemente festgehalten, für die der aktuell geprüft Benutzer Berechtigt ist.
SPList li = web.Lists.TryGetList(<ListName>);
            if(li == null)
            {
                return;
            }

            Collection<SPListItemInfo> info = li.GetItemsWithUniquePermissions();
            foreach (SPListItemInfo inf in info)
            {
                SPListItem item = li.GetItemById(inf.Id);
                foreach (UserPermission user in UserIds)
                {
                    SPPermissionInfo perm = item.GetUserEffectivePermissionInfo(user.loginName);
                    if (perm.Permissions.HasFlag(SPBasePermissions.EditListItems))
                    {
                        user.itemsWithPermission.Add(item.ID);
                    }
                }
            }

Abschließend muss noch geprüft werden, ob einer oder mehrere Benutzer noch aktuelle Berechtigungen haben. Sollten hier keine Berechtigungen mehr vorliegen kann dieser Benutzer entfernt werden.
foreach (UserPermission user in UserIds)
            {
                if (user.itemsWithPermission.Count == 0)
                {
                    web.Users.RemoveByID(user.userId);
                }
            }

Wenn jemand eine Bessere Möglichkeit sieht - oder kennt – mit der eben dieses Szenario eleganter oder einfacher zu lösen ist (abgesehen von einem 3. Anbieter), würde ich mich über einen Kommentar freuen.


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