Digitaler Frühjahrsputz
Datenmüll ade!
Daten sind heute von unschätzbarem Wert und werden oft als das "Gold unserer Zeit" bezeichnet.
Das Sammeln, Organisieren und Verbinden von Daten bildet die Grundlage für den Erfolg vieler großer Unternehmen und ist für den Markt wichtiger denn je. Früher wurden Daten meist nur gelöscht, wenn der Speicherplatz auf den Servern knapp wurde und eine Bereinigung unumgänglich war.
Mittlerweile gewinnt das Thema Datenlöschung immer mehr an Bedeutung, obwohl Speicherplatz heute dank riesiger lokaler Speichermedien und nahezu unbegrenzter Cloud-Kapazitäten kein Problem mehr darstellt. Grund dafür ist beispielsweise die Einführung eines Bußgeldtatbestands für Verstöße gegen die Pflicht zur rechtskonformen Löschung personenbezogener Daten.
Aber wie geht man nun das Thema Datenlöschung an?
Ein pragmatisches Löschkonzept zu erstellen, ist kein Hexenwerk. Doch um effektiv Platz zu schaffen und deine Datenlandschaft aufzuräumen, bedarf es einer gründlichen Bewertung der Risiken und Prioritäten sowie einer durchdachten Strategie und ein paar kluger Schritte.
Erstens, die Bestandsaufnahme. Eine gründliche Überprüfung aller Daten und Dokumente: Welche sind wirklich wichtig? Und welche können getrost gelöscht werden?
Der nächste Schritt ist die Einhaltung der Datenschutzgesetze und Richtlinien. So wird sichergestellt, dass persönliche oder sensible Daten korrekt geschützt und gelöscht werden.
Anschließend folgt die Klassifizierung der Daten: Eine Unterscheidung zwischen kritischen, sensiblen und weniger wichtigen Daten. Das hilft zu entscheiden, welche Daten sofort gelöscht werden sollten und welche noch aufbewahrt werden können.
Grundsätzlich besteht ein gutes Löschkonzept aus mehreren Elementen:

- Löschklassen:
- Daten werden nach Sensibilität und Bedeutung kategorisiert
- (z.B. Bewerberdaten, Mitarbeiterdaten)
- Löschfristen:
- Es wird festgelegt, wie lange Daten aufbewahrt werden und wann sie gelöscht werden müssen
- Löschmethoden:
- Geeignete Methoden werden für verschiedene Datentypen ausgewählt – physisches Vernichten,
- Überschreiben oder Löschen von Dateien und Backups
- Zeitplan:
- Ein Plan für regelmäßige Datenüberprüfungen und -löschungen wird erstellt – monatlich,
- vierteljährlich oder jährlich, je nach Bedarf
- Verantwortlichkeiten:
- Es muss geklärt werden, wer für die Umsetzung des Löschkonzepts verantwortlich ist
- und welche Abteilungen oder Personen beteiligt sind.
Die Dokumentation ist dabei ein wichtiger Bestandteil:
Welche Daten wurden gelöscht, welche Methoden wurden verwendet und warum wurden die Daten gelöscht?
Dieses “Daten-Tagebuch”unterstützt die Nachverfolgung und Erfüllung der Compliance-Anforderungen.
Ebenso sind regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen des Löschkonzepts entscheidend, um sicherzustellen, dass es immer den aktuellen Anforderungen und Datenschutzgesetzen entspricht.
Auch wenn das Erstellen eines pragmatischen Löschkonzepts kein Hexenwerk ist, gibt es doch einige Dinge zu beachten. Falls Sie also noch mehr Informationen oder Unterstützung bei der Erstellung benötigen, stehen unsere Datenschutzexperten natürlich gerne zur Verfügung.

Sascha Kendlik
Head of Sales
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